September 2026
Antiquitätenhändler in Brüssel: Wo suchen, was finden
Sablon, Marolles, Jeu de Balle: die Geografie eines der dichtesten Kunstmärkte Europas.
Brüssel bleibt neben Paris und London einer der drei wichtigsten Märkte für alte Kunst in Europa. Seine Besonderheit ist die Dichte: Drei aneinandergrenzende Viertel decken alle Preisniveaus ab, vom Flohmarkt bis zum Sammlermöbel.
Der Sablon konzentriert die High-End-Galerien: französische und flämische Möbel des 17. bis 19. Jahrhunderts, alte Gemälde, Stammeskunst, Silberwaren. Man kommt hierher wegen der Qualität und der Dokumentation; die Stücke sind sorgfältig ausgewählt, beschrieben und garantiert.
Die Marolles, direkt darunter, bilden ein Geflecht aus gemischteren Geschäften: Trödel, Möbel des 20. Jahrhunderts, Beleuchtung, Kuriositäten. Hier findet der Großteil des täglichen Handels statt, und hier werden die Preise noch verhandelt.
Der Place du Jeu de Balle beherbergt jeden Morgen den Vieux Marché, der 365 Tage im Jahr geöffnet ist. Die besten Schnäppchen macht man hier früh, und das Auge muss das völlige Fehlen von Beschreibungen ausgleichen.
Was Brüssel Besonderes bietet, sind flämische und brabantische Möbel: viertürige Schränke, Ribbanken, Klapptische aus Eiche. Diese Möbel, lange Zeit gegenüber französischen unterbewertet, erleben einen starken Aufschwung – ihre Massivität und ihr helles Eichenholz passen zu den heutigen Interieurs.
Maison Boitel versammelt online unabhängige belgische und europäische Antiquitätenhändler mit dem gleichen hohen Anspruch an die Beschreibung wie im Sablon: Jedes Stück wird direkt von seinem Antiquitätenhändler verkauft, ohne Provision, und sein Produktblatt gibt seine ursprüngliche Werkstatt an.



