September 2026

Art-déco-Möbel: Wie Sie sie heute auswählen

Edle Furniere, straffe Linien, Messing: drei Regeln, um ein Art-déco-Stück ohne Überladung zu integrieren.

Art déco ist durch die Designtür und nicht durch die Antiquitätentür in die Innenräume zurückgekehrt. Man kauft es heute mehr wegen seiner straffen Linien und Materialien als wegen seines Alters.

Die erste Regel ist, das Material vor der Form zu wählen. Ein Furnier aus Amboina-Maser, Macassar oder Palisander macht das Art déco aus: ein fast grafisches Design aus Hartholz, spiegelglatt poliert. Eine Art-déco-Form aus gebeizter Eiche hat nicht denselben Effekt und nimmt nicht dasselbe Licht auf.

Die zweite Regel ist, die Anzahl der Stücke zu zählen. Zwei Art-déco-Möbel in einem Raum reichen aus: ein Sideboard und ein Sessel oder ein Couchtisch und ein Spiegel. Darüber hinaus kippt das Ensemble in eine Filmkulisse.

Die dritte Regel betrifft Messing. Sabots, Galerien, Griffe: Art déco verwendet es wie einen Bleistiftstrich. Polieren Sie es nicht. Leicht oxidiertes Messing passt zu einem modernen Interieur; poliertes Messing lässt es in die 1980er Jahre zurückfallen.

Auf dem Markt erreichen signierte französische Stücke hohe Summen, aber anonyme Art-déco-Möbel – belgische, französische, niederländische – bleiben sehr erschwinglich. Ein Sideboard aus Macassar ohne Signatur kostet oft weniger als ein neues Möbelstück von durchschnittlicher Qualität und wird immer einen Wert behalten.

Achten Sie schließlich auf die Struktur: Unter einem wunderschönen Furnier verbirgt sich manchmal ein müder Korpus. Öffnen Sie die Türen, ziehen Sie die Schubladen heraus, drücken Sie auf eine Ecke. Furnier kann restauriert werden; ein verzogener Korpus viel weniger.

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