September 2026

Eiche, Nussbaum, Mahagoni: alte Hölzer erkennen

Die Farbe täuscht, das Gewicht weniger: einfache Hinweise, um die Holzart eines Möbelstücks vor dem Kauf zu identifizieren.

Die Holzart eines Möbelstücks ist kein Detail: Sie verrät seine Region, seine Epoche und einen Großteil seines Wertes. Die gängigsten Hölzer europäischer Möbel zu erkennen, lernt man in einer Saison, vorausgesetzt, man achtet auf die richtigen Dinge.

Zuerst die Eiche, das Holz des Nordens. Schwer, grobporig, mit sichtbaren hellen Querstreifen – dem sogenannten Markstrahl. Es ist das Holz flämischer Schränke, Bauerntische und aller regionalen Möbel bis ins 18. Jahrhundert.

Dann der Nussbaum, das Holz des gepflegten Möbels. Warmbraun, feine und regelmäßige Maserung, poliert zu einem satinierten Glanz. Es ist die Holzart von Louis-XV- und Louis-XVI-Landmöbeln und der schönsten Kommoden der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Mahagoni kommt mit dem Neoklassizismus auf. Ende des 18. Jahrhunderts aus Westindien importiert, rötlich, fein gemasert, wird es zum Holz des Directoire, des Konsulats und des Empire – und sein Auftauchen an einem Stück ist bereits ein Datierungshinweis.

Zitronenholz und Obsthölzer kennzeichnen feinere regionale Möbel: hellgelb bis grüngrau, sehr dicht, fast unsichtbare Maserung. Kirschbaumholz hingegen tendiert zu einem goldenen Rot und patiniert hervorragend.

Ein letzter Anhaltspunkt: das Gewicht. Ein altes Eichenmöbel ist schwer; ein Prunkmöbel aus Furnier ist unter seinem reichen Aussehen leicht. Einen Winkel anzuheben – wenn möglich – sagt manchmal mehr aus als eine lange Inspektion.

Auf Maison Boitel wird die Holzart auf jedem Produktblatt angegeben, wenn der Antiquitätenhändler sie kennt, und der Verkäufer beantwortet direkt Fragen – mit 0% Provision zwischen Ihnen und ihm.

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