Mai 2026

Alte Keramikmarken lesen

Eine Marke allein beweist nichts: Man muss sie mit dem Scherben, der Glasur und der Arbeitsweise abgleichen.

Die Marke ist das Letzte, was wir uns ansehen, niemals das Erste. Sie lässt sich leicht imitieren, und die Geschichte der europäischen Keramik ist voll von Marken, die bereits im 18. Jahrhundert kopiert wurden.

Beginnen Sie mit dem Scherben: seine Farbe an einer Bruchstelle, seine Transluzenz gegen das Licht, der Klang beim Antippen. Eine alte Glasur weist oft feine unregelmäßige Craquelé-Risse und winzige Brennpunkte auf.

Erst danach kommt die Marke. Handgemalt, zittert sie leicht und sinkt unter die Glasur ein. Zu deutlich gedruckt, über der Glasur platziert, deutet sie fast immer auf eine späte Produktion hin.

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